Segeln Test: Polituren und Wachse

Dulon Segeln TIPP

19 Polituren und Wachse im Test

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Glanz und Gloria

19 Polituren und Wachse im Test



Möglichst lange sollen Polituren und Wachse für Lack und Gelcoat wirken, damit die Yacht einen Sommer lang in schönstem Glanz erscheint. Schließlich ist eine gründliche Politur anstrengend und zumindest am Rumpf in der Saison nur bedingt erneuerbar

Text: Gerald Sinschek


Am Steg gibt es kaum ein traurigeres Bild als das eines Bootes, das mit stumpfer Hülle vor sich hin dümpelt. Doch ohne Pflege und Schutz werden selbst die besten Lackierungen an Rumpf und Deck bald blass und unansehnlich, blaue und insbesondere rote Gelcoats oder Lacke kreiden oft schon nach wenigen Jahren aus, wenn man die Oberfläche sich selbst und damit der Sonne mit ihren schädlichen UV-Strahlen und den allgegenwärtigen aggressiven Umwelteinflüssen überlässt.

Ein guter Schutz ist also unbedingt erforderlich: UV- Strahlen, Luft- und Regenwasserverschmutzungen lassen Lacke und Gelcoat altern, wobei einkomponentige Lacke empfindlicher reagieren als Lacksysteme aus zwei Komponenten. Die Oberflächen werden rau, Farbpigmente in den Trägerschichten zerstört und das bekannte, unschöne Erscheinungsbild stellt sich ein.

Lösung des Problems

Doch es gibt einen Weg, fahle Farben wieder aufzufrischen und neue oder aufgearbeitete Oberflächen dauerhaft zu schützen. Mit Polituren lassen sich hauchdünne verwitterte Schichten abtragen, darunter kommt alter Glanz zum Vorschein, wenn die Flächen nicht schon zu stark angegriffen sind. In Kombination mit Wachs, oder wenn zusätzlich eine Wachsschicht aufgetragen wird, hält der Schutz noch länger. Wenn das regelmäßig einmal pro Jahr vor Saisonbeginn gemacht wird, kann man eine Neulackierung lange hinauszögern. Noch besser ist es, wenn man das Schiff nach der Saison vor dem Einwintern erneut poliert – zumindest dann, wenn der Rumpf nicht von einer möglichst weichen und schützenden Plane abgedeckt wird.

Segeln TIPP:

Herm. Sprenger DULON